Ein neues Wohnhaus für Lehrer, eine wachsende Anzahl an Schülern und ein Junge, der für seine hervorragenden Leistungen überregional ausgezeichnet wurde: In den drei Schulen im Senegal, die Hélène Dumont aus Deining zusammen mit rund 300 Paten finanziell unterstützt, bewegt sich einiges.
Eigentlich fliegt Hélène Dumont jedes Frühjahr nach Afrika, um sich vor Ort anzuschauen, wie die Spendengelder verwendet werden. Dieses Jahr ist die Reise das erste Mal ausgefallen. Neben persönlichen Gründen war es auch der Ramadan, während dem sie den Gastgebern keine zusätzliche Arbeit bereiten wollte. Trotzdem halten sie die Menschen in Badd, Back-Seck und Mbelonghout durch WhatsApp und Mails stets auf dem Laufenden, was sich in den drei Schulen so tut. „Und es tut sich wirklich einiges“, lacht Dumont.
Zum Beispiel steigt permanent die Anzahl der Schüler. Und vor allem immer mehr Mädchen dürfen den Unterricht besuchen. „Das liegt an der erstklassigen Arbeit, die die Lehrkräfte vor Ort leisten“, sagt Dumont. Aber das sei nur möglich, weil die Paten Jahr für Jahr mit ihren Spenden dafür sorgen, dass die Kinder mit dem nötigen Schulmaterial ausgestattet werden können.
Und auch Mohammad Faye hat den Bekanntheitsgrad der Schule in Back-Seck erhöht: Er hatte sich an einem regionalen Aufsatzwettbewerb mit 40 Schulen beteiligt und gewonnen. Dann hat er sogar auf Provinzebene den ersten Platz belegt und am Ende ging er als Sieger eines landesweiten Contests hervor. „Das ist wie eine Bombe eingeschlagen! Niemand wusste, wo dieses Back-Seck überhaupt liegt. Es ist ja nur ein kleines Dorf“, erzählt Hélène Dumont. Nachdem Mohammad sogar im Fernsehen interviewt wurde, wussten es dann sicher sehr viel mehr.
Während die finanzielle Unterstützung für Back-Seck und Badd schon seit Jahren währt, ist die Hilfe für die Schule in Mbelonghout erst angelaufen. Doch jetzt dürfen sechs Lehrer in ein Haus umziehen. Alle vor Ort hätten mitgeholfen. „Das spart Geld, sonst wäre es zu teuer, ein Haus zu bauen.“ Die rund 18 000 Euro waren jedoch nur durch zusätzliche private Spenden zusammengekommen.
Auch Hélène Dumont und ihr Mann gehören zu diesen besonderen Spendern: Neben ihrer Zeit hat das Ehepaar aus Deining einen Kindergarten in Badd finanziert. „Sonst gibt es keinen in der ganzen Region.“ Im Senegal sei es nicht üblich, kleine Kinder in einen Kindergarten zu schicken. Sie würden als Arbeitskräfte in der Familie gebraucht. „Jetzt verzichten die Eltern auf die Kinder als Arbeitskräfte, damit sie Bildung erfahren und es einmal besser haben.“
