Neumarkter Schüler schließen Patenschaft mit Uganda

Vor rund 20 Jahren hat der Lions Club Neumarkt den Comboni-Missionaren geholfen, im Norden von Uganda eine weiterführende Schule zu errichten. Sie sollte damals vor allem ehemaligen Kindersoldaten eine Perspektive geben. Inzwischen hat der Lions Club  die komplette Trägerschaft übernommen und im Willibald-Gluck-Gymnasium jetzt auch eine Neumarkter Partnerschule gefunden. 
Zustande gekommen war diese  Kooperation über viele Tausend Kilometer hinweg durch den früheren Schulleiter Bernhard Schiffer, der ebenfalls Lionsmitglied ist. Zusammen mit Unternehmer Bernhard Hammerbacher, der in wenigen Tagen zum wiederholten Male die Schule in Uganda besucht,    war er im WGG zu Gast, um eine Spende entgegenzunehmen. Denn   Pia Mendl und Isabel Riemann hatten  beim Weihnachtsbasar gemeinsam mit ihren Mitschülern 3400 Euro  erwirtschaftet – die Hälfte spendeten sie dem Lionshilfswerk, um in Uganda Schulmöbel anzuschaffen. Außerdem werde  eine Partnerschaft mit der  St. Daniel School geschlossen, wie  Pädagogin Linda Kraus sagte.
 Rund 300 Schüler  besuchen die Schule, viele leben im angeschlossenen Internat. Seit Gründung hätten er und die Lions bereits rund 300 000 Euro in die Einrichtung investiert, sagte  Hammerbacher. Seine Firma  finanziert  inzwischen auch ein Aufforstungsprojekt in dem afrikanischen Land.  
Wenn er demnächst wieder nach Uganda fliegt, haben er und seine Begleiter viele T-Shirts mit dem WGG-Logo in den ugandischen Schulfarben sowie  300 Federmäppchen im Gepäck, die samt Inhalt die Neumarkter Firma Online gestiftet hat. Außerdem  fünf Laptops und rund 200 Brillen, die die Lions-Mitglieder gesammelt haben. Pia und Isabel hatten bereits eine Videokonferenz mit den Jugendlichen in Uganda – trotz fehlenden WLans und unzuverlässiger Stromversorgung. 

Diese T-Shirts wollen die Neumarkter Schüler des Willibald-Gluck-Gymnasiums nach Uganda schicken.
Lehrerin Linda Kraus, Bernhard Schiffer, Pia Mendl und Isabel Riemann, Bernd Hammerbacher und stv. WGG-Leiter Martin Sachs (v.l.) zeigen die T-Shirts für Uganda. | Josef Wittmann