Swing-Jazz, gute Laune und Gutes tun - Neumarkt
Swing-Jazz, gute Laune und Gutes tun

Eine hochkarätige Band, dazu leckere Kuchen, deftige Brotzeiten und entspannte gespräche - das ist das Rezept des Jazzfrühschoppens. Seit Jahren gehört die Veranstaltung des Lions Club Neumarkt zu den Höhepunkten im Kulturkalender der Stadt. Dieses Mal brillierten die Musiker des Sophia Axtmann Quartetts.
Es waren drei große Stunden für alle Freunde des Swing-Jazz: Für dieses Hörerlebnis im Foyer des Hiostorischen Reitstadels war der Lions Club Neumarkt verantwortlich. Mit dem Sophia Axtmann Quartett bot sich ein weiteres Mal die Möglichkeit, interessante junge Jazz-Formationen kennenzulernen. Außerdem überreichte an diesem Vormittag Organisator Dr. Michael Janka den Stab an seinen Nachfolger Tobias Braun.
Kompositionen im Rhythmus eines Bossa-Nova oder einer Samba bestimmten den Musikstil – da durfte ein Klassiker wie die „One Note Samba“ von Antônio Carlos Jobim nicht fehlen. Wobei hier und wie bei allen anderen Stücken der Hörgenuss zu einer spannenden akustischen Reise wurde. Für dieses Erlebnis sorgte die Freude des Quartetts an Interpretationen der Originalstücke. Wer sich als Zuhörer darauf einließ, erlebte einen Aha-Effekt nach dem anderen.
Ob beim genussvollen genauen Zuhören oder als Untermalung der vielen Gespräche mit Bekannten und Freunden: Das Quartett bot Musik, die perfekt zu jenen sonnigen Stunden passten, wie es sie zumindest in der ersten Tageshälfte dieses Sonntags gegeben hatte.
Die auch schon international (Südkorea, Afrika) aufgetretene Wahl-Bayerin Sophia Axtmann verfügt trotz ihrer 24 Jahre über ein sehr gereiftes stimmliches Potenzial. Das zeigte sie in den Phasen, in denen sie ihre Stimme ohne Text rhythmisch einsetzte. Die Konzeption des Quartetts ist, dass die drei Instrumentalisten ordentlich Raum für Soli bekommen. Das ergab gerade bei Pianistin Adel Kövecs auch ein visuelles Erlebnis. Das Tempo, mit denen ihre zehn Finger Töne aus dem E-Piano holten, war meist atemberaubend schnell.
Wer den Klang eines Kontrabasses liebt, wurde für diese Zuneigung von Loreen Sima bestens belohnt. Und Drummer Philipp Hummel zeigte, wie herrlich sich gut strukturierte und dennoch nicht effekthaschende Soli anhören. Diesem Feuerwerk an Rhythmus setzte das letzte Stück des Abends die Krone auf: Es war die langsame, sehr gefühlvoll gespielte Ballade „A blossom fell“ von Nat King Cole.
Auch heuer wurde der Jazz-Frühschoppen seinem Ruf als gesellschaftliches Event gerecht. Der noch bis Ende Juni amtierende Präsident Andreas Strobel empfing die Gäste in einem sehr gut gefüllt Reitstadel – darunter auch die führenden heimischen Vertreter der Landes-, Kreis- und Stadtpolitik.


